Die gleichberechtigte soziale Teilhabe aller Einwohnerinnen und Einwohner der Bundesrepublik in Deutschland ist im Grundgesetz verankert. Des Weiteren werden die Interessen von sinnesbeeinträchtigten Menschen durch die UN-Behindertenkonvention und die EU-Universaldienstrichtlinie gestärkt. In vielen Lebensbereichen ist die Barrierefreiheit für diese Menschen daher zu Recht in den öffentlichen Fokus gerückt. Das gilt auch für den Zugang zu Notrufdiensten, der mit der Einführung einer bundesweiten, staatlichen Notruf-App um eine weitere Alternative zum Sprachnotruf ergänzt wird.

Insbesondere hör- und sprachbehinderte Menschen, die den Sprachnotruf über die 110 und 112 nicht nutzen können, sind auf Alternativlösungen angewiesen. Ihnen stehen bisher ein Notruf-Fax und ein Gebärdendolmetscherdienst (TESS-Relay) zur Verfügung.

Die Notruf-App ört auf den Namen nora. Sie bietet die Möglichkeit der Standortbestimmung, Abfrage der Notfall-Situation, Hinterlegung von persönlichen Daten, Chat-Kommunikation und des Absetzens eines „stillen Notrufes“. Dies funktioniert aktuell in 15 Bundesländern (Stand: Anfang Oktober, in Berlin sind weitere Abstimmungen notwendig). Die App steht allen Personen zur Verfügung, jedoch sollte von nicht beeinträchtigten Menschen immer der telefonsicher Notruf verwendet werden, um präzise Rückfragen zu ermöglichen.

Aufgrund hoher Nachfrage bei Veröffentlichung ist die nora-App aktuell nur für Menschen mit Sprach- oder Hörschädigung verfügbar, sondern nur über eine Kontaktanfrage unter www.nora-notruf.de . Auf diesr Internetseite finden Sie auch alle Informationen  rund um die App. Allgemeine Informationen zu wichtigen Notrufnummern haben wir für Sie auf unserer Internetseite zusammengestellt.


Textauszüge aus: nora-App-Infobroschüre

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