• Die Freiwillige Feuerwehr Straubenhardt – Abteilung Langenalb hatte zu ihrer Jahreshauptversammlung ins Gerätehaus eingeladen. Der Stellvertretende Abteilungskommandant Kurt Boeuf  konnte dazu zahlreiche Ehrengäste unter anderem den Kommandanten der Gesamtwehr von Straubenhardt Martin Irion, Bürgermeister Helge Viehweg und den Ehrenkommandanten Dieter Roth willkommen heißen.

    Vorne v. l. Kurt Boeuf übernimmt das Amt des Abteilungskommandanten von Theo Bäzner, hintere Reihe Ehrenkommandant Dieter Roth, Hauptkommandant Martin Irion und Bürgermeister Helge Viehweg.

    Im Mittelpunkt standen dabei Neuwahlen, Ehrungen und Beförderungen verdienter Feuerwehrkameraden.

    Für die Langenalber Abteilung geht in diesem Jahr eine Ära zu Ende, der langjährige Abteilungskommandant Theo Bäzner erreichte die Altersgrenze und scheidet aus diesem Amt aus.

    Alle Protagonisten des Abends würdigten diese außergewöhnliche Leistung. Mit einer fachlichen und sachlichen aber verbindlichen Art  führte Theo Bäzner  über 2 Jahrzehnte die Abteilung.

    22 Jahre legte Abteileilungskommandant Theo Bäzner seinen Jahresbericht vor, im 23. Jahr war es nun sein Stellvertreter Kurt Boeuf der diese Aufgabe übernahm. Mit Erreichen der gesetzlich vorgeschriebenen Altersgrenze am 31.10.2017 musste Theo Bäzner aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheiden und sein Stellvertreter leitete die Abteilung.  Derselbe machte in seinem Bericht deutlich, dass ein Jahr zu Ende ging das wiederum geprägt war von immensem Arbeitseinsatz aller aktiven und passiven Feuerwehrleute. Sein besonderer Dank galt hierbei dem Hauptkommandanten Martin Irion und dem Ehrenkommandanten  Dieter Roth als kompetente Unterstützer in allen Bereichen. Die gute Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen und den örtlichen Vereinen war auch ein Mosaikstein, in den zu bewältigenden Tätigkeiten.

    Bei den Einsätzen gab es nur unwesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Dabei ging es hauptsächlich um technische Hilfsleistungen, Kleinbrände, Gefahrguteinsätze und einen Eileinsatz beim Windpark. Die Einsatzbereitschaft der aktiven Wehrmänner bezeichnete er als gut, was auch bei allen Übungen und Sitzungen zum Ausdruck kam.

    Personell gab es keine Veränderungen, die 21 Mann starke Truppe besteht aus 16 Aktiven, davon 6 Tagesverfügbar und 5 in der Altersmannschaft. Mit der Fort- und Weiterbildung ist man auf dem neuesten Stand und lehnt sich hierbei sehr stark an das Ausbildungskonzept der Gesamtwehr an. Bei den Workshops und in den Arbeitsgruppen die für die Zusammenlegung der Gesamtwehr in Straubenhardt gebildet wurden, bringe man sich mit großem Engagement ein. Bürgermeister Helge Viehweg sprach er seinen Dank für die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde aus.  Mit einem optimistischen Ausblick auf das Jahr 2018 und dem  Dank an alle Kameraden, der Ortsgruppe des DRK’s, der Altersmannschaft, und den Hauptkommandanten beendete er seinen Bericht.

    Schriftführer Sebastian Gille ließ noch einmal alle Begebenheiten und Einsätze bis ins kleinste Detail

    Revue passieren. Den Kassenbericht für den verhinderten Kassier Michael Gauß verlas Markus Augenstein. Derselbe musste ein kleines Minus vermelden, da die Zuwendungen durch die Gemeinde nicht mehr an die Abteilungen sondern an die Gesamtwehr gehen. Deshalb musste man auf die Rücklagen zurück greifen. Auch für das laufende Jahr sind Entnahmen aus den Rücklagen geplant.

    Bürgermeister Helge Viehweg konnte nach allen Berichten die Abteilungsführung einstimmig entlasten. Im Namen der Gemeinde sprach er seinen Dank und Hochachtung aus. Klar strukturiert zielführendes Agieren und Handeln zeichne die Abteilung aus. Wenn die Kameraden von all ihren Einsätzen gesund nach Hause kommen werde das  immer mit Erleichterung registriert. Er begrüßte es, dass man seitens der Langenalber Abteilung, einer nötigen Strukturänderung so klar das Wort redete und ging sehr detailliert auf das anstehende Großprojekt, ein gemeinsames Feuerwehrhaus ein. Die Planungen laufen auf Hochtouren und sind weit fort geschritten, dabei ging man zu großen Teilen auf die Erfahrungen der Nutzer ein. Er gab sich zuversichtlich dass das 6-Millionen Projekt pünktlich zum 18.12.2019 in Betrieb genommen werden kann.

    Hauptkommandant Martin Irion bescheinigte der Abteilung ein sehr umsichtiges Vorgehen bei allen Einsätzen. Die Belastungen der Wehrmänner gehen dabei manchmal an die Grenze des Belastbaren. Für die gezielte Aus- und Weiterbildung hat man sechs Module erarbeitet. Er warb darum, dass man die gebildeten Arbeitsgruppen weiterhin unterstützen möge, neue Ideen sind weiter gefragt.  In die Länge ziehe sich die Bestellung des neuen Autos LF20KS für die Abteilung. Die Ausschreibung wird bis Ende März Europa weit erfolgen. Geplant ist, dass das neue Fahrzeug zunächst in Langenalb stationiert wird. Bei Lieferzeiten zwischen 55 bis 90 Wochen steht das noch in den Sternen.

    Sein Dank galt auch den Gerätewarten die bisher mit enormem Einsatz alles in „Schuss“ hielten. Hier gibt es Entlastung, denn für diese Tätigkeiten wurde ein Privatunternehmen mit eingebunden. Ein großes Thema ist auch die Jugendarbeit, um  neuen Nachwuchs zu gewinnen wird man hier in Langenalb eine Werbeaktion mit einem Tag der offenen Tür durchführen. Die Wehrmänner haben auch die Möglichkeit sich anzumelden für die Ablegung des Leistungsabzeichens in Bronze und Gold.

    Ausdrücklich begrüße er es, wenn nach der Verschmelzung zur Gesamtwehr die örtlichen Aktivitäten hoch gehalten werden.

    Rainer Hellebrand von der Ortsgruppe des DRK beleuchtete die gute Zusammenarbeit, die bei allen Einsätzen und Übungen vortrefflich funktioniere. Bei der Ortsgruppe stellt sich die Frage ob man nach dem Auszug der Feuerwehrabteilung Langenalb in dem dann leerstehenden Gerätehaus ein neues Domizil findet. Hier ist man noch in der Findungsphase, Bürgermeister Helge Viehweg mahnte an, möglichst bald zu einer Entscheidung zu kommen.  Ehrenkommandant Dieter Roth bekräftigte nachhaltig, dass innerhalb der Wehr die Kameradschaft jederzeit gestärkt und gelebt werde und man sich auch bei der Altersmannschaft auf einem guten Weg befinde.

    Dass der scheidende Abteilungskommandant Theo Bäzner ein bestelltes Haus übergibt wurde bei den Neuwahlen deutlich, denn die Wahlleiter Hauptkommandant Martin Irion und Bürgermeister Helge Viehweg konnten rasch und reibungslos alle Ämter neu besetzen.

    Nachfolger von Theo Bäzner als Abteilungskommandant wurde sein bisheriger Stellvertreter Kurt Boeuf.  Robin Geisert wird neuer Stellvertreter, Stefan Dietz, Alexander Dietz und Joachim Reuster bilden den Ausschuss. Kassenprüfer Andreas Faaß und Dieter Weißenburger, als Ausschussmitglied für die Gesamtwehr wurde Markus Augenstein vorgeschlagen.

    Gesamtkommandant Martin Irion hatte dann die ehrenvolle Aufgabe zahlreiche Beförderungen der Aktiven vorzunehmen.

    Stefan Dietz, Oliver Pfisterer und Joachim Reuster wurden zum Hauptfeuerwehrmann und Alexander Dietz zum Oberlöschmeister befördert. In einer kurzen Laudatio würdigte Hauptkommandant Martin Irion die Verdienste der Geehrten und überreichte Rangabzeichen, Urkunde und ein Geschenk.

    1948 trat Helmut Geisert in die Langenalber Feuerwehr ein, nach dem aktiven Dienst trat er in die Altersmannschaft ein, der er bis heute treu bleibt. 70 Jahre im Dienste der Allgemeinheit eine mehr als außergewöhnliche Leistung die mit einem Geschenk belohnt wurde, seine Kameraden dankten mit donnerndem Applaus.

    Die sehr harmonisch verlaufene Versammlung wurde mit einem Kameradschaftsabend beendet.

    v.l.: Ehrenkommandant Dieter Roth, Oliver Pfisterer (Hauptfeuerwehrmann), Helmut Geisert(70 Jahre), Kurt Boeuf(Abteilungskommandant), Hauptkommandant Martin Irion, Theo Bäzner, Markus Augenstein, Robin Geisert(Stellv. Kommandant), Stefan Dietz(Hauptfeuerwehrmann), Joachim Reuster(Hauptfeuerwehrmann), Alexander Dietz(Oberlöschmeister) und Bürgermeister Helge Viehweg.

    Mit dem Wechsel auf der Kommandobrücke der Freiwilligen Feuerwehr Straubenhardt Abteilung Langenalb von Theo Bäzner auf Kurt Boeuf geht eine Ära zu Ende. Theo Bäzner trat 1970 in die Feuerwehr Langenalb ein und hat bis heute die Geschichte der Abteilung entscheidend mit geprägt.

    Während dieser Zeit hat er zahlreiche Lehrgänge und die Ablegung verschiedener Leistungsabzeichen besucht und abgelegt. Bei der Gründung der Jugendfeuerwehr 1989 war er maßgeblich beteiligt.

    1990 übernahm er das Amt des Stellvertretenden Abteilungskommandanten und 1995 wurde er schließlich Abteilungskommandant. 22 Jahre stand er der Abteilung an vorderster Front vor, mit Erreichen der Altersgrenze wechselte er nun in die Altersmannschaft. Theo Bäzner bekannter maßen  kein großer Freund vieler Worte, war gerührt über so viel Dank und Anerkennung, und dankte seinerseits all denen die ihn während seiner aktiven Zeit unterstützten.

    Text und Bilder: Reinhard Kraft

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